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Pließten (Feinpließten, Blaupließten)

Wird ein Messer feingeschliffen, dann wird hierbei vom Pließten gesprochen. Diese Vorgänge des Schleifens werden mehrfach durchgeführt, wenn die Solinger Messer hergestellt werden. Zunächst ist es natürlich von Bedeutung, dass die Klinge die richtige Geometrie bekommt. Für den ersten Vorgang des Schleifens wird der Schleifstein angewendet.

Feiner wird es im darauf folgenden Schliff, mit dem die Rohlinge bearbeitet werden. Es handelt es sich um das Pließten, mit dem Rohlinge behandelt werden. Besonders in der Herstellung der Solinger Messer sagt dies etwas über die Qualität aus.

Anhand des Pließtens ist die Hochwertigkeit eines Messers zu erkennen. Ebenso ist die Oberfläche homogen gestaltet worden, was bei preiswerteren Messern nicht der Fall ist. Somit existiert hier eine gute Unterscheidungsmöglichkeit. Beispielsweise können nämlich hier Schleifspuren zu sehen sein.

Viele Vorteile, die eine gepließte Klinge begleiten, machen diese zu einem Erlebnis. Schließlich kann diesen Klingen sogar Säure nichts ausmachen, was umgekehrt bedeutet, das diese Klingen nicht so anfällig für Korrision sind. Zudem erfolgt durch das Pließten eine Versiegelung der Oberfläche. Damit sind vorhandene Kohlenstoffpartikel, die rostanfällig sein können, sind eingegrenzt.

Beim Blaupließten bedeutet dies, dass hier der bläuliche Schimmer eines Regenbogens erkennbar ist. Genauer gesagt weisen dies die Schleifschrammen vor, die sehr fein ausgeprägt sind. In diesem Fall wird zudem von Blauen Messern gesprochen. Außerdem gibt es das Feinpließten. Zwischen diesen Verfahren gibt es aber keine Unterschiede.

Als Schleifmittel für die Hartholzscheibe kommen neben Naxosschmirgel weitere Schleifmittel zum Einsatz. Zwei Auftragungsmöglichkeiten erhalten hier die Aufmerksamkeit, wobei es sich um das Messer oder um das aufgeraute Leder handeln kann.

Messer, die mit dem Vorgang des Pließtens veredelt werden, besitzen eine viel längere Lebenszeit.


Weitere Schliffarten